HANDBALL

MTV stabilisiert sich rechtzeitig
Handball-Regionalligist macht es gegen den Bergischen HC II noch einmal spannend

Philipp Tuda behielt in der Schlussphase die Nerven. Karl Banski FUNKE Foto Services
Es lief diesmal vielleicht nicht alles rund, aber die Mentalität stimmt weiter absolut bei den Handballern des MTV Rheinwacht. Auch im Duell mit der keinesfalls einfach zu bespielenden Reserve des Zweitligisten Bergischer HC stellten die Dinslakener wieder unter Beweis, dass sie sich trotz des kaum noch zu verhindernden Abstiegs aus der Regionalliga nicht hängen lassen wollen. Im Kellerduell vor heimischem Publikum erkämpfte sich der MTV mit dem 30:28 (18:15) den fünften Saisonsieg.
Marco Banning und Fabian Hoffmann, die das Team seit der Trennung von Marius Timofte gemeinsam betreuen, mussten nach einer spannenden Schlussphase erst einmal durchatmen. „Wir wussten, dass das heute ein hartes Stück Arbeit wird, aber wir hatten den klaren Anspruch, dieses Spiel zu gewinnen. Und das ist uns gelungen, wenn auch knapper als gewünscht“, sagte Hoffmann, der die Mannschaft wegen seiner Leistenverletzung nicht mehr selbst auf dem Feld unterstützen kann. Dafür halfen gegen die Solinger neben Linksaußen Marc Pagalies mit Robert Jakobs, Rijad Nasufi, Marc Tomke und Hendrik Frank gleich vier Spieler aus der Oberliga-Reserve aus und verschafften den Stammkräften in einer temporeichen Partie auch die notwendigen Pausen. Insbesondere Jakobs, in der kommenden Saison Trainer der „Ersten“, half in einigen Phasen, die Dinslakener Abwehr im Zentrum zu stabilisieren.
Niklas Kölsch trifft schon vor der Pause achtmal
Im Angriff war wieder auf Niklas Kölsch Verlass. Der Linksaußen kam auch wieder in der Mitte zum Einsatz und erzielte die Hälfte seiner erneut zehn Treffer mit trockenen Würfen aus der zweiten Reihe. Schon in Hälfte eins hatte Kölsch achtmal getroffen, während sich einige seiner Kollegen im Abschluss noch sehr schwer taten. Auch Kreisläufer Nik Dreier ließ einige freie Würfe aus, war nach der Pause dann aber deutlich erfolgreicher.
Die durchwachsene Wurfquote trug auch dazu bei, dass sich der MTV vor dem Wechsel nicht deutlicher absetzen konnte. Trotzdem schienen die Hausherren die Begegnung nach Wiederanpfiff lange im Griff zu haben. Mit 27:23 (48.) führte Dinslaken noch, leistete sich dann aber wieder einige Fahrkarten und Fehlpässe, die den BHC zurückbrachten. „Wir haben uns aber wieder rechtzeitig in der Deckung stabilisiert“, befand Banning. In der Crunchtime war dann auch auf Keeper Dean Christmann Verlass, der einige starke Paraden zeigte. Und vorne hatte Philipp Tuda seine Nerven im Griff. Der Kapitän traf erst 80 Sekunden vor dem Ende zum wichtigen 29:27 und behielt nach dem neuerlichen Anschluss beim endgültig entscheidenden Siebenmeter die Nerven.
MTV Rheinwacht: Bystron, Christmann; Pagalies, Tomke (1), Frank, Jakobs, Sanders (5), Nasufi, Tuda (7/3), Reede (2), Kölsch (10), Krölls, Dreier (5).
Timo Kiwitz
