HANDBALL

Kölsch sieht „enormen Gewinn“

Der Linksaußen des MTV Rheinwacht Dinslaken lobt die Zusammenarbeit mit der Reserve
 

Gut drauf: Gegen Weiden und den Bergischen HC traf Niklas Kölsch zuletzt jeweils zehnmal. Nicht nur von Linksaußen. Rainer Hoheisel FUNKE Foto Services

Niklas Kölsch hatte sich die Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht. Ganz lange hegten die Verantwortlichen des MTV Rheinwacht dann auch die Hoffnung, dass der 26-Jährige eine weitere Saison für die Dinslakener Handballer auflaufen würde. Am Ende gab aber vor allem die sportliche Perspektive den Ausschlag für einen Wechsel zum OSC Rheinhausen, der deutlich bessere Karten hat, in der kommenden Spielzeit wieder in der Regionalliga anzutreten.

In dem Maße, wie sich der Traditionsverein aus dem Duisburger Westen über die Zusage freuen kann, werden sie Kölsch in der Douvermannhalle vermissen. Der treffsichere Linksaußen war beim MTV zuletzt eine überragende Stütze und brachte auch mit seinen Einsätzen auf der Mitte eine frische Komponente ins Dinslakener Spiel.

Spielanlage von Tusem Essen ähnelt der des Bergischen HC

„Ich fühle mich aktuell einfach ganz gut“, sagt Kölsch, der an die ganz starken Leistungen in Weiden und gegen Solingen am liebsten auch am Sonntag (17 Uhr) im Auswärtsspiel bei Tusem Essen II wieder anknüpfen würde. „Essen hat eine ähnliche Spielanlage wie zuletzt der BHC. Wir müssen im Angriff einfach leichte Fehler vermeiden. Der Schlüssel zum Erfolg kann eine gute Deckung im Verbund mit einem guten Torhüter werden“, glaubt Kölsch, der sich mit seinen Mitspielern trotz der scheinbar aussichtslosen Lage im Abstiegskampf vorgenommen hat, „noch so viele Punkte wie möglich“ zu holen, „um einfach einen guten Abschluss zu haben.“

Durch die neue Struktur nach der Trennung von Marius Timofte und Heinz Buteweg sei wieder eine leichte Euphorie entstanden: „Die Unterstützung aus der zweiten Mannschaft ist einfach ein enormer Gewinn, nicht nur als Entlastung, sondern auch leistungstechnisch helfen uns die Jungs weiter“, sagt der Linksaußen mit dem Allrounder-Portfolio, der beruflich im Vertrieb eines IT-Unternehmens tätig ist.

Niklas Kölsch schließt eine Rückkehr nicht aus

Für die Zukunft kann sich Kölsch „auf jeden Fall“ eine Rheinwacht-Rückkehr vorstellen: „Ich fühle mich beim MTV sehr wohl und wohne ja auch hier. Wenn sich nicht schon vor mir sehr viele Mitspieler für den Abschied entschieden hätten, wäre ich wahrscheinlich auch in der Oberliga geblieben“, meint der frühere Drittliga-Akteur des ASV Hamm II, den es der Liebe wegen im Sommer 2023 an den Niederrhein zog.

„Wir hätten Niklas wirklich sehr gerne bei uns gehalten, akzeptieren aber natürlich auch seinen Wunsch, in einer höheren Liga spielen zu wollen. In seiner aktuellen Rolle ist er natürlich super wichtig für uns. Dazu ist sein Abgang auch menschlich einfach ein echter Verlust“, sagt der derzeitige Interimstrainer und Teammanager Marco Banning.

Jonas Höffner fällt weiter aus

Die Trainingswoche im MTV-Lager verlief nach dem knappen Sieg über den Bergischen HC II wieder sehr ordentlich. Nur Jonas Höffner konnte wegen seiner in Weiden erlittenen Knieverletzung noch nicht wieder mittrainieren und ist auch für Sonntag noch keine Option. „Da wollen wir auch nach Absprache mit unserem Physio einfach nichts riskieren“, so Banning.

Aus der „Zweiten“ sind diesmal wieder Antonio Matic, der schon in Weiden einen guten Eindruck machte, und zum ersten Mal Niklas Hetzel an Bord. Gerade der wurfstarke Hetzel soll im halblinken Rückraum für Entlastung sorgen.

Timo Kiwitz