HANDBALL

MTV Rheinwacht Dinslaken: Saison-Aus für Führungsspieler

Beim MTV Dinslaken lief es in der Regionalliga zuletzt richtig gut. Doch vor dem Spiel bei der HSG Refrath/Hand gibt es schlechte Nachrichten
 

Philipp Tuda fällt beim MTV Dinslaken für den Rest der Saison aus. Arnulf Stoffe FUNKE Foto Services

Drei Partien darf der MTV Rheinwacht in der Handball-Regionalliga noch bestreiten. In den Endspurt müssen die Dinslakener nun allerdings ohne ihren unbestrittenen Kopf gehen. Kapitän Philipp Tuda hat sich beim jüngsten Erfolg in Essen, dem dritten Sieg im vierten Spiel nach der Trennung von Marius Timofte und Heinz Buteweg, eine Knieverletzung zugezogen, die einen Einsatz am Sonntag bei der HSG Refrath/Hand (16 Uhr) und auch bei den beiden abschließenden Begegnungen Anfang Mai gegen Aachen und Bonn unmöglich macht.

„Es war eigentlich eine banale Bewegung, die man gefühlt tausendmal im Spiel macht. Während der Partie habe ich auch nicht viel gemerkt, doch am nächsten Morgen hatte ich dann Schmerzen und das Knie wurde auch dicker“, erzählt Tuda, der sich auf besagter Seite vor einigen Jahren auch einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und vor allem deshalb zügig auf Aufklärung bedacht war. Die Diagnose: Der Innenmeniskus ist gerissen. Die gute Nachricht: Der Dinslakener Mittelmann kommt um eine Operation herum und dürfte zum Start der Vorbereitung auf die kommende Oberliga-Saison auch wieder einsatzbereit sein.

Tuda blickt dem Neustart in der Oberliga optimistisch entgegen

„Damit ist es für mich noch gut gelaufen“, meint der MTV-Kapitän. Und da es sportlich für den designierten Absteiger nicht mehr um viel geht, gebe es „sicher auch schlimmere Momente für eine solche Verletzung“, findet Tuda, „trotzdem ist es natürlich schade, dass ich die letzten Spiele mit den Jungs, von denen uns ja danach einige verlassen werden, nicht mehr bestreiten kann. Es hat zuletzt ja auch gut geklappt bei uns.“ Auch dem Neustart in der Oberliga blickt der Routinier mittlerweile sehr positiv entgegen: „Das wird ganz sicher gut funktionieren und weiter viel Spaß machen. Wir können da auf jeden Fall eine gute Rolle spielen“, glaubt Tuda.

Doch erst einmal sind die Dinslakener weiter bestrebt, einen möglichst erfolgreichen Abschluss in der Regionalliga hinzubekommen, wobei es die Aufgabe beim Tabellensechsten in Bergisch Gladbach natürlich wieder in sich hat und sich die Interimstrainer Marco Banning und Fabian Hoffmann ohne Führungskraft Tuda vor allem in der Abwehr etwas einfallen lassen müssen. „Refrath spielt einen sehr schnellen und sicheren Ball“, warnt Banning, der seinem Team nach den starken letzten Wochen trotzdem wieder eine Überraschung zutraut: „Die Jungs ziehen ihren Streifen durch und wollen weiter jedes Spiel gewonnen. Dass die Mannschaft sich nach all dem, was in dieser Spielzeit so passiert ist, immer noch dermaßen reinhängt, ist wirklich beachtlich und lässt uns trotz der Abgänge positiv in die Zukunft blicken.“

Trio aus der Dinslakener Reserve dabei

In Bergisch Gladbach wird der MTV auch wieder von drei Akteuren aus der Oberliga-Reserve unterstützt. Rückraumspieler Nico Czeslik, Außen Rijad Nasufi und Kreisläufer Lukas Terwiel fahren mit, um beim verbliebenen Stamm für Entlastung zu sorgen.

Timo Kiwitz